Viele denken beim Thema STI-Test automatisch an eine Urinprobe. Bei Analsex reicht das aber oft nicht aus: Chlamydien und Gonorrhö siedeln sich dort an, wo der Kontakt stattfand – und das ist bei rezeptivem Analverkehr eben nicht die Harnröhre, sondern der Enddarm.
Ein negativer Urintest bedeutet deshalb nicht automatisch, dass keine Infektion vorliegt. Wer ausschließlich Harnröhre oder Vagina testen lässt, kann eine rektale Infektion komplett übersehen – trotz eines völlig unauffälligen Ergebnisses.
Dieser Beitrag erklärt, warum der Rektalabstrich in solchen Fällen die zuverlässigere Wahl ist, wen das betrifft und wie die Probenahme in der Praxis abläuft.
Merksatz
Der Ort der Infektion entscheidet über den Ort der Probe. Eine Chlamydien- oder Gonorrhö-Infektion im Enddarm zeigt sich nicht zwangsläufig im Urin – wer analen Kontakt hatte, sollte gezielt dort testen, wo der Kontakt stattfand.

